Bergtour: Kleine Lechquellenrunde 2026

Am ausgedehnten Wochenende 26. – 29. Juni 2026 starteten wir mit 10 Teilnehmer*Innen in den Bergsommer 2026. Neben einer schönen Rundtour wollten wir auch so gut wie möglich der Hitze entfliehen. Bei 26°C starteten wir in Lech am Arlberg. Unsere Route verlief zunächst entlang der Straße nach Zug und später über einen Waldweg zum Einstieg in die kleine Lechquellenrunde. Vorbei an einem Wasserfall, Pfaden im Wald und durch Wiesenhänge ging es zum Tagesziel – Ravensburger Hütte. Am Spätnachmittag mussten wir sogar einen Pulli anziehen, da es auf knapp 2.000m deutlich kühler war – zum Glück!

Am 2. Tag ging es zunächst vorbei an Kühen und Ziegen, über Wiesenpfade und blühenden Alpenrosen weiter Richtung Gehrengrat 2.469m, dem höchsten Punkt der Rundtour. Im oberen Bereich ging es richtig steil auf staubigen Untergrund nach oben. Am Grat konnten wir uns an einem Schneefeld erfrischen und legten daneben in einer Wiese eine Snack- und Trinkpause ein.

Der Abstieg war steil entlang eines gut wanderbaren Pfades angelegt. Erstaunt blickten wir auf den Weg zurück, der nicht wirklich im Gelände zu erkennen war. Das nächste Highlight der Tour – das steinerne Meer (gibt es hier auch) – war bereits zu erkennen.

Entlang von Pfaden, über Felsblöcke ging es länger als gedacht durch das steinerne Meer. Nach knapp 6h (inkl. Pausen) hatten wir unser Tagesziel, die Freiburger Hütte erreicht. Besonderes Highlight war das Abendessen im Außenbereich der Hütte.

Die heutige Wanderung zur Göppinger Hütte kann als sehr abwechslungsreich und mitunter fordernd beschrieben werden. Nach ein paar hundert Metern auf dem Forstweg entlang zweigte der Weg in die Bergflanke ab. Hier ging es zunächst auf einem Pfad über Stock und Stein durch Latschenfelder und kleinere Kletterpassagen, teils seilgesichert vorbei am unteren und oberen Johannesjoch, auf den Bergrücken östlich der Hirschenspitze. Von hier aus war der weitere Verlauf des Weges, mit einigen Schneefeldern gut sichtbar und augenscheinlich unendlich weit entfernt. Nach einer Kraxelpassage gegen Ende des bis dahin einsehbaren Weges konnten wir mit einen Blick zurück den gemeisterten Weg bestaunen. An dieser Stelle war es Zeit für eine wirklich kurze Rast, da das Wetter zu kippen drohte. Nach gut 6h hatten wir – trocken geblieben – das Tagesziel erreicht.

Für den Abstieg war lange nicht klar welchen Weg wir wetterbedingt gehen können, direkt ins Tal nach Zug, oder doch den großen Bogen unterhalb der Braunarlspitze und den Butzensatten zurück nach Lech. Die Prognose erlaubte uns den längeren Weg anzugehen. Nach ein paar Höhenmetern ging es über einen Gratweg steil nach unten, wo uns einige Wolken eng begleiteten. Das Steilstück hinter uns ging es durch welliges Gelände entlang von Hochgebirgspfaden weiter Richtung Tal. Nach knapp 5 h war Lech erreicht. Alle waren zufrieden und glücklich über die neuen Erlebnisse im Rucksack und wir machten uns an die Heimfahrt ins flache Franken.