75 Jahre Alpenverein Abenberg

Im geschichtsträchtigen Bürgersaal – der Geburtsstätte des Vereins – feierte der Alpenverein Abenberg am 25. April 2026 seinen Festabend. Neben Ehrungen für jahrzehntelange Treue und Engagement standen die historische Verbundenheit und eine ganz besondere Auszeichnung der Stadt im Mittelpunkt.

Der 1. Vorsitzende, Roland Arnold, konnte zum Festabend zahlreiche Gäste im voll besetzten Saal begrüßen. Susanne König (Bürgermeisterin der Stadt Abenberg), Ben Schwarz (Rother Landrat) und Dieter Wirth (DAV Weißenburg) würdigten den Alpenverein als „festen und bereichernden Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens“ und überreichten Präsente.

Ehrungen für außergewöhnliche Treue und Engagement „Ohne die Gründungsmitglieder, könnten wir heute kein Jubiläum feiern“, betonte Erich Nißlein (Ehrenvorsitzender). Umso schöner war es, Helga Winkler, die Ehefrau des verstorbenen Gründungsmitglieds und Kassiers, Erwin Winkler und das Gründungsmitglied Hubert Kuhn willkommen heißen zu können. Letzterer begrüßte die BergkameradInnen, bereits bei seiner Ankunft mit einem herzlichen „Berg Heil!“, wie es unter Alpinisten traditionell üblich ist.

Gründungsmitglieder Hubert Kuhn

Der Abend stand neben der Würdigung der Anfänge auch im Zeichen der Beständigkeit: Sechs Mitglieder erhielten für ihre 25-jährige Treue das Ehrenedelweiß, während zwei weitere Personen für vier Jahrzehnte Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet wurden. Hans-Jürgen May hält dem Verein bereits seit einem halben Jahrhundert die Treue. Den krönenden Abschluss bildete die Ehrung von Gründungsmitglied Hubert Kuhn, der auf stolze 75-jährige Mitgliedschaft zurückblicken kann.

Eine ganz besondere Ehre wurde Erich Nißlein zuteil: Bürgermeisterin Susanne König verlieh ihm die Gewandnadel, die höchste Auszeichnung der Stadt Abenberg, für sein unermüdliches Wirken zum Wohle der Gemeinschaft und des Vereins. In ihrer Laudatio betonte die Bürgermeisterin, dass Erich Nißlein, der die Sektion Abenberg über mehr als vier Jahrzehnte (1976–2017) als 1. Vorsitzender prägte, seinem Verein bis heute mit Rat und Tat zur Seite steht.

In seinem Vortrag stellte er erneut unter Beweis, wie meisterhaft er die Geschichte des Vereins mit seiner Liebe zur Bergwelt und der Heimat verbinden kann. „Ein würdigerer Träger für die höchste städtische Auszeichnung ließe sich kaum finden“, so das Resümee der Bürgermeisterin.

Ebenfalls geehrt wurde Günter Mollinger, der dem Verein seit 1993 angehört und von 1996 bis 2017 als 2. Vorsitzender aktiv war. Bis heute unterstützt er den Verein unter anderem in seiner Funktion als Beirat. Sein Engagement ist vielfältig: Neben der Betreuung der sektionseigenen Klettergruppe organisiert er seit vielen Jahren die Busfahrten zum Bergwandern und die beliebten Familienskifahrten sowie Kinder- und Jugendfreizeiten. Besonders am Herzen liegt ihm die „Glädder-Dschällänsch“, der Outdoortag in der Fränkischen Schweiz, den er seit über zehn Jahren für den Nachwuchs ausrichtet. Er vermittelt den Kindern und Jugendlichen nicht nur den Sport, sondern auch die Liebe und Achtsamkeit gegenüber der Natur. Die Laudatio auf ihn hielt Roland Arnold.

 

Im Anschluss überreichte der 2. Vorsitzende Alexander Voitl sowohl Erich Nißlein als auch Günter Mollinger passende Geschenke und bedankte sich im Namen der Gemeinschaft mit einem aufrichtigen „Vergelt’s Gott“ für den unermüdlichen Einsatz.